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Das Rad des Jahres - Ritualplan Mabon



Bevor das eigentliche Ritual beginnt, setzen wir uns zusammen und notieren auf kleinen Zetteln Aktionen zur Erhaltung der Erde, zur Hege der Pflanzen, und zwar nur solche Aktionen, die ALLE Anwesenden vertreten können. Es sollten so viele Zettelchen ausgefüllt werden, wie es Ritualteilnehmer gibt. Die Zettelchen werden gesammelt in einer Schale. Ansonsten schreibt sich jeder Anwesende noch für sich persönlich auf, von was er sich trennen will... was von der Ernte dieses Jahres, von den Ergebnissen bis zu diesem Zeitpunkt einfach nicht den Winter überstehen soll, weil es ineffektiv ist, schädlich.

Der Platz, an dem das Ritual stattfinden soll, wird gereinigt. Das Altartuch wird ausgebreitet und geschmückt. Jeder Teilnehmer fegt den Platz mit dem Besen und visualisiert, daß störende Schwingungen hinweggefegt werden. Danach stellen sich alle Teilnehmer im Kreis auf, und der Schutzkreis wird gezogen - von allen Anwesenden. Wir fassen uns an den Händen und umlaufen den Ritualplatz dreimal im Uhrzeigersinn. Dabei singen wir den Refrain:

»Wir sind ein Kreis - in einem Kreis - ohne Anfang und ohne Ende«

Nachdem so der Kreis gebildet wurde, werden wir gereinigt mit einer Räucherreinigung. Wenn alle Anwesenden gereinigt sind, nehmen wir uns wieder an den Händen, denn dann rufen wir die Wächter der Himmelsrichtungen. Dabei beginnen wir im Norden. Einer der anwesenden Hohepriester ruft den Namen des Torhüters, alle anderen rufen die Tiere, Totems, Elementare des Nordens. So verfahren wir dann auch mit den übrigen Himmelsrichtungen. Wenn der Süden gerufen wird, entzündet jemand auch das Ritualfeuer in der Mitte des Kreises.

Nachdem alle Himmelsrichtungen gerufen sind, geht der Hohepriester mit der Zettelschale im Kreis umher und läßt jeden Ritualteilnehmer ein Zettelchen ziehen.

Danach ruft der Hohepriester die Kornmutter in den Kreis.

Nach der Anrufung tritt jeder Anwesende nacheinander ans Feuer und gelobt laut der Kornmutter, daß er die Unternehmung, die er auf seinem Zettelchen stehen hat, zum Wohle der Erde vollbringen wird - und legt das Zettelchen in die Flammen. Und mit diesem Zettelchen vertraut er noch jene Dinge dem Feuer an, die die Winterszeit nicht überstehen sollen... er selektiert die Ernte dieses Jahres. Dies kann laut geschehen oder still für sich. Wenn er wieder in den Kreis tritt, tritt der nächste hervor. Währenddessen singen die anderen leise das Lied:

»Hoof and horn, hoof and horn,

All that dies shall be reborn.

Corn an grain, corn and grain,

All that falls shalls rise again.«


Wenn alle ihre Zettelchen dem Feuer anvertraut haben, tritt noch mal der Hohepriester hervor und spricht den Dank an die Kornmutter aus. Dabei wird der Kornmutter ein Gebildbrot geopfert und Wein.

Nach der Opferung erfolgt die Segnung von Kuchen und Wein. Dabei wird folgender Segensspruch aufgesagt:

»Erde, die uns dies gebracht, Sonne, die es reif gemacht, liebe Sonne, liebe Erde, euer nie vergessen werde!«

Im Anschluss an die Segnung nehmen wir uns wieder an den Händen, und der Hohepriester küßt die Person links neben ihm mit den Worten:

»Sei gesegnet!«


Wenn der Bruderkuß den gesamten Kreis durchlaufen hat, lassen wir einander noch nicht los, sondern verabschieden die gerufenen Kräfte und eröffnen den Kreis, indem wir entgegen des Uhrzeigersinns dreimal den Platz umlaufen und den Refrain singen:

»May the circle be open, but never be broken. May the truth of the GODDESS be ever in your heart.«

Danach essen und trinken wir gemeinsam.


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