Shadowrun - Runner's Place
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Tödliches Spiel

von



Ich legte den Telefonhörer auf. Mein Schieber hatte angerufen. Es gäbe einen Job der von Interesse für mich sein könnte.

Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie scheinen die Menschen vom Typ "Mr. Johnson" das Hinterzimmer einer Bar für einen idealen Treffpunkt zu halten. Oh, es spricht einiges dafür, aber oft auch etliches dagegen. Aber was soll's. Ich werde heute abend pünktlich im "Blue Sea" sein und an der Theke nach "Jonny" fragen, der mich privat sprechen wolle. Immerhin wird das kein Ratespiel wer und wo mein Auftraggeber ist.



Einleitung

Dieses Abenteuer ist eine Einführung in eine Kampagne.
Auch wenn vielleicht noch nicht alle Teile online zur Verfügung stehen, so werden sie es bald sein.

In diesem Run testet Mr. Johnson die Runner ob dem entsprechen was er sich als Maßstab gesetzt hat. Außerdem muß er wissen, mit welcher Professionalität die Runner vorgehen.
Der Ziel dieses Runs ist es, an einem Flughafen einer bestimmten Person den Koffer zu entwenden, noch ehe diese das Gebäude verlässt. Dabei ist alles nur ein Test unter realen Bedingungen.


Der Anfang

Dir als Spielleiter steht es natürlich absolut frei das Gespräch mit dem Auftraggeber zu gestalten wie Du es möchtest. Zumal Du Deine Gruppe am besten kennst.
Aber lass den Vorgang des Anheuerns und das Treffen nach der üblichen "Routine" aussehen. Und, die Runner müssen nicht schon alle ein Team sein. Hier kann man sie ideal zusammenführen.
Wähle ruhig eine Deiner Gruppe bekannte Bar aus. Der genaue Ort ist nicht so wichtig. Nur die Abgeschiedenheit eines Hinterzimmers

Mr. Johnson, den die Runner im Hinterzimmer wartend antreffen, ist ein Norm Mitte 50. Er ist rund 1,85m groß, hat kurze braune Haare. Er ist gut, aber nicht im Anzug gekleidet.
Sollte man Mr. Johnson astral askenen kann man feststellen, das er einige Cyberware-Einbauten unbekannter Art besitzt. Mr. Johnson spricht sehr gutes Englisch, bei genauerem hinhören und guten Sprachenkenntnissen ist jedoch ein deutscher Akzent zu vernehmen.

Mr. Johnson bietet den Runner ein lukratives Jobangebot an. Er ist nur zu minimalen Preiszugeständnissen bereit, sagt ihnen aber, das weitere Jobs folgen könnten.
Bei dem Startangebot solltest Du als Spielleiter die bisherigen Bezahlungen einmal abschätzen und dann einen für diese Art Run gute Bezahlung wählen.

Die Runbeschreibung die Mr. Johnson den Runnern gibt folgt hier in Kurzform.
"Es soll einem Kurier der Aktenkoffer entwendet werden. Dieser Kurier wird am hiesigen Flughafen aus Amsterdam ankommen und soll den Flughafen nicht mehr mit dem Koffer verlassen. Das ganze sollte möglichst unentdeckt bleiben. Der Kurier wird möglicherweise von Bodyguard (bis zu zwei) begleitet. Der Kurier trifft regelmäßig am Flughafen ein. Wenn die Zielperson den besagten Koffer dabei hat, und der Run damit effektiv startet, wird Ihnen dann kurzfristig mitgeteilt."

Die Runner bekommen noch einen Datenchip mit Fotos der Zielperson. Auf Anfrage gibt Mr. Johnson einen kleinen Vorschuss auf das Geld. Außerdem gibt Mr. Johnson den Runnern noch eine Telefonnummer, unter der er erreichbar ist.
Sinnigerweise sollten die Runner dem Mr. Johnson auch eine Nummer geben, unter der sie erreichbar sind, ansonsten gibt es leichte Probleme den Runnern mitzuteilen wann der Einsatz beginnt.


Der Flughafen

Das Gebäude

Die Flughafenterminals sind allesamt in einem großen Gebäude mit Glasfront untergebracht.
Das Gebäude ist drei Etagen hoch.
Im vorderen Bereich ähnelt es einer großen Halle, da hier drüber kein weiteres Stockwerk ist. Eine lange Ladenzeile schließt sich an, mit vielen kleinen und mittleren Läden mit allesamt überteuerten Preisen. Nur die Imbisse hier sind preislich normal, Cafés sind auch teurer. Über der Ladenzeile erstreckt sich eine Empore und zwei weitere Etagen. Im 1. Stock befinden sich auch noch Geschäfte. Im zweiten Stock befinden sich Büros, die allesamt nicht über den öffentlichen Bereich zu erreichen sind.
In der Halle (dem öffentlichen Bereich) finden sich etliche Ruhezonen in denen Bänke und Pflanzen stehen. Außerdem befinden sich noch etliche kleinere Stände, wie z.B. Zeitungsstände und kleine Cafés.
Der Ankunftsbereich ist wie auf dem Plan ersichtlich aufgebaut. Die Schranken an der Absperrung lassen sich nur von innen öffnen, ebenso öffnet sich die Tür aus dem Ankunftsbereich auch nur von innen.
Die Ausgänge sind Glas-Schiebetüren die über Sensoren gesteuert sich automatisch öffnen.


Die Sicherheit

Die Sicherheit auf dem Flughafen ist sehr hoch. An den Eingangstüren sind allerdings keine Scanner eingebaut, jedoch fallen zu öffensichtliche Waffen dem gut geschulten Sicherheitspersonal sofort ins Auge. Die Eingangstüren sind von der Sicherheitszentrale aus versperrbar. Die Glasfront im unteren Bereich ist alles Sicherheitsglas oder vergleichbares.
Es sind ständig mehrere Sicherheitspatrouillen unterwegs. Eine Sicherheitspatrouille besteht aus zwei Leuten, die beide bewaffnet sind, sowie im Funkkontakt zur Zentrale stehen. Die Sicherheitspatrouillen sind weder an einen Zeitplan noch an eine festgelegte Route gebunden.
Es gibt in der Ladenzeile etliche Türen die zum Arbeitsbereich führen. Diese Türen sind aber sehr gut gesichert. Sie ermöglichen es aber den Sicherheitskräften sehr schnell an alle Orte zu gelangen.
Außerdem sind ständig Reinigungstrupps unterwegs, die Müll oder andere Verunreinigungen entfernen, und Mülleimer und Aschenbecher leeren.
Der komplette Flughafenbereich ist kameraüberwacht.
Um in den Abflugsbereich zu gelangen muß man sich einchecken, was nur mit gültiger Boardcard möglich ist. Hier, aber spätestens beim Zoll sind die Sicherheitswachen mit MPs bewaffnet und besser gepanzert.
Der Ankunftsbereich ist nur für ankommende Fluggäste erreichbar.
Die Tür zum öffentlichen Bereich öffnet sich auch nur aus dem Ankuftsbereich. Anschließend kommt man in einen kleinen, vom öffentlichen Bereich abgetrennten, Bereich, der dazu dient das einerseits die herauströmenden Gäste nicht sofort hinter der Tür von Verwandten abgefangen werden und sich somit besser im Raum verteilen, zum anderen verhindert er, das Personen aus dem öffentlichen Bereich einfach durch die Tür gelangen können.
Die Tür vom Ankunftsbereich in den öffentlichen Bereich ist ein milchiges Sicherheitsglas. So sind nur Umrisse erkennbar.

Die magische Sicherheit besteht in erster Linie aus Watchern, die den öffentlichen Bereich durchstreifen ähnlich wie die Sicherheitspatrouillen. Im nicht-öffentlichen Bereich ist die magische Sicherheit um einiges höher. Ein Eindringen mit gesteigerter Unsichtbarkeit oder im Astralraum sollte definitiv auffallen, und physische Sicherheitskräfte auf den Plan rufen. (Denn die Magier stehen in ebenfalls in ständigem Kontakt zur Sicherheitszentrale.)

Im Falle eines Alarms sind sehr schnell bis zu 3 Sicherheitspatrouillen (also 6 Mann) vor Ort. Etwas verzögert können noch erheblich mehr am Ort eintreffen. Sollte den Wachen eine Person oder eine Personengruppe auffallen kann das Verhalten von einfachem beobachten bis Hausverweis reichen. Diese werden übrigens konsequent durchgesetzt.

Im Falle eines Feueralarms ist die Flughafenwehr innerhalb kurzer Zeit am Einsatzort.
Der hauseigene Sanitätsdienst ist in Notfällen auch sehr schnell vor Ort. (Schließlich gibt es ja sogar ein kleines Krankenhaus im Flughafen.)


Auskundschaften

Ein auskundschaften des Gebäudes ist kein Problem.
An den Eingangstüren sind keine Waffen- und Cyberwarescanner installiert.
Offensichtliche Bewaffnung dürfte den Sicherheitskräften jedoch sehr schnell auffallen.
Problematisch wird das ganze, wenn auffällige Personen in der Runnergruppe vorhanden sind, oder diese sich einfach auffällig benehmen. Diese werden vom Sicherheitsdienst genauer unter die Lupe genommen.
Sollten die Runner öfters im Flughafen auftauchen besteht die Chance, das die Sicherheit sie wiedererkennt. Je auffälliger sie sich benehmen desto größer ist die Chance.
Beim Auskundschaften können die Runner feststellen, das die Zielperson regelmäßig mit dem selben Flug am selben Ankunftsbereich ankommt. Er wird dabei manchmal von Bodyguards abgeholt. Es sind aber nie mehr als zwei.
Bei sich trägt die Zielperson jedesmal nur einen einfachen Koffer, der nicht mit Handschellen befestigt ist. Es herrscht grundsätzlich bei Ankunft eines Fluges ein größeres Gedränge an dem Ausgang des Ankunftsbereiches.
Deswegen warten die Bodyguards auch nicht direkt an den Schranken, sondern meistens ein gutes Stück entfernt. Denn manchmal kann man sich einfach nicht so dicht nach vorne drängeln. Außerdem wird an der Stelle kein "Angriff" erwartet.


Der Run

Wann genau der Run starten soll wird ja direkt von MrJohnson vorgegeben.
Hierbei liegt der Zeitpunkt im Ermessen des Spielleiters. Je nach Gruppe sollte man sich entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Sollten die Runner überhaupt nicht planen, oder sich die Gegend anschauen, dann sollte der Zeitpunkt wohl recht früh kommen, nicht das denen noch langweilig wird.
Sollten die Runner aber sich einige Pläne zurechtlegen, und alles auskundschaften dann kann man denen ruhig einiges an Zeit geben. Wobei man hier auch ganz leicht zu genaue Planungen einfach stören kann, indem man den Run zu einem Punkt starten läßt, an dem die Runner noch nicht fertig sind. Ihr kennt eure Gruppe am besten... überlegt es euch gut ;-)
MrJohnson sagt sehr kurzfristig bescheid. Von einem Tag im vorraus bis zu zwei/drei Stunden vorlauf.

Das Leben ist selten so wie geplant...

Sollten die Runner nicht gerade die Sportnachrichten gelesen oder gesehen haben, dürften die Runner leicht überrascht sein.
Wenn die Runner zu dem richtigen Ankunftsbereich kommen, finden sie etliche wartende Personen vor (normal), und etliche aufgebaute Kameras mit zugehörigen Reportern (unnormal).
Sollten die Runner fragen gibt man Ihnen auch bereitwillig Auskunft, das die siegreichen "Seatlle Icetigers" gleich ankommen sollen.

Die Runner haben also neben den ganzen üblichen Leuten, den zwei Bodyguards noch jede Menge Reporter und Kameras die Ihnen auf die Finger schauen...


Das Ende

Trotz allen Schwierigkeiten ist es möglich der Zielperson den Koffer zu entweden bevor sie das Gebäude verläßt.
Z.B. wenn man diese mit einem schnell wirkenden Betäubungsmittel lahmlegt..
Es fällt selten auf, wenn eine Person Ohnmächtig in einer Menschenmenge umkippt, und ihm jemand hilft, wenn dieser jemand (oder ein anderer) den Koffer entwendet.
Oder gesteigerte Unsichtbarkeit ist auch was nettes... aber denkt dran... Die Sensoren zum automatischen Öffnen der Türen könnte auch gestört sein ;-)

Nachdem die Runner MrJohnson über den Erfolg informiert haben, vereinbart er ein Treffen am selben Abend zur Übergabe des Koffers am selben Treffpunkt wie am Anfang.
MrJohnson nimmt den Koffer entgegen, gibt den Runnern das versprochene Entgeld, und sagt Ihnen, das in naher Zukunft vielleicht ein weiterer Run für sie drin sein könnte.
Dann verläßt MrJohnson den Treffpunkt, und läßt den Koffer liegen.

Sollten die Runner den Koffer öffnen, oder wenn sie es schon vorher getan haben, können sie sehen, das der Koffer leer ist.


Die Vergabe

Was Du den Runnern an Karma gibst hängt ganz von der Gruppe ab. Zum einen ist natürlich das grundsätzliche Karmaniveau zu berücksichtigen. Aber bedenkt bitte, das dies gefährlicher Auftrag ist. Im Flughafen herrscht ein hohe Sicherheitsstufe und die Wachen sind nicht eingeweiht. Ebensowenig weiß die Zielperson etwas davon, oder die Bodyguards.
Auch wenn die Runner den Run mit einfachen Mitteln und schnell erledigt haben, es war gefährlich.
Sollten die Runner allerdings in den Koffer geschaut haben, bevor Mr Johnson ihn liegen ließ, kann man gut und gerne wieder etwas abziehen.. sowas ist doch nicht wirklich professionell....



Rechtliches

Das Urheberrecht dieser Geschichte liegt bei .
Dieses Abenteuer darf für eigene Zwecke frei ausgedruckt und benutzt werden.
Die Verbreitung dieses Abenteuers darf nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors geschehen.
Nachfolgende Abenteuer dieser Kampagne werden auf dem Runner's Place veröffentlicht.
Dieses Abenteuer ist exklusiv auf dem Runner's Place!


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